Eine spielerische Wort*Schatz*Suche

von | 15.09.2016 | Bericht, Projekt, STARTSEITE | 0 Kommentare

Wirkung von bewusster Sprache spielerisch erlebbar machen

Ich bin ein großer Fan von Schatzsuchen. Und deswegen war ich sofort Feuer und Flamme, als mir Ina Willax von ihrem Projekt Wort*Schatz*Suche erzählte. Auf Grundlage des Lingva Eterna® Sprach-und Kommunikationskonzeptes entwickelte sie ein kindgerechtes Entdecken der eigenen Sprache – und das auf spielerische Art und Weise.

Um was geht‘s?

Mit dem diesjährigen Ferienprogramm haben Kinder der Berching Grundschule (ein Ort zwischen Nürnberg und Regensburg) eine neue Art der Sprache kennengelernt. Die Grundlage dieses Projektes war eine spielerische Schatzsuche mit vier Stationen (wahrnehmen, wertschätzen, wohlfühlen, wir) auf Basis des Lingva Eterna® Sprach- und Kommunikationskonzeptes.

LINGVA ETERNA ist ein Sprachkonzept, das sich mit der Qualität und Struktur von Sprache befasst. Im Mittelpunkt steht der bewusste Umgang mit der Sprache und ihrer Wirkung auf die Kommunikation und auf die eigene Persönlichkeit. Die Sprachwissenschaftlerin Mechthild R. von Scheurl-Defersdorf hat das Konzept Mitte der 90er-Jahre begründet. Sie leitet das Lingva Eterna Institut für bewusste Sprache. Seit 2004 baut sie das Konzept gemeinsam mit Dr. Theodor von Stockert weiter aus. Dr. Theodor von Stockert ist Nervenarzt, Neurowissenschaftler und Chefarzt i. R. Er ist Seniorpartner des Lingva Eterna Institut für bewusste Sprache.

Quelle: http://inawillax.de/hp438/Das-Konzept.htm

Und was genau hat Ina Willax mit den Kindern im Ferienprogramm gemacht?

Die Wort*Schatz* Suche war in vier Stationen aufteilt:  

Station 1: WAHRNEHMEN (Kraftort GIB PARK)

Die Kinder schließen die Augen und Ina Willax sagt ihnen langsam zehn Wörter. Danach stellt sie einige Fragen z. B. ob sie Bilder zu den einzelnen Wörtern haben, ob sie die Wörter mögen oder ob/welche Wörter ihnen angenehm/unangenehm sind. Jedes Kind schreibt dann ein oder mehrere kraftvolle Wörter auf ein schönes Blatt Papier.

Station 2: WERTSCHÄTZEN (Wasserpark)

Ein Kind hilft dem anderen. Wie spreche ich meinen Dank aus? Ein Kind hat verbundene Augen. Ein anderes Kind führt das Kind mit den verbundenen Augen über die Wassersteine im Park. Als beide Kinder heil am anderen Ende ankommen, folgt ein Dank an das führende Kind. Welche Formulierung empfindet das Kind als wertschätzender: „DANKE“ oder „ICH DANKE DIR“?

Kinder führen einander mit verbundenen Augen über die Wassersteine

Kinder führen einander mit verbundenen Augen über die Wassersteine

 

Station 3: WOHLFÜHLEN (Wasserpark)

Vor dem Seil hören sich die Kinder zwei Formulierungen an:
„ICH MUSS ÜBER DAS SEIL LAUFEN.“
„ICH LAUFE ÜBER DAS SEIL.“ (oder „ICH WILL ÜBER DAS SEIL LAUFEN.“)

Bei welcher Formulierung fühlt sich das Kind selbst gestärkt und eigenverantwortlich?

Müssen // tun / es tun wollen

Müssen // tun / es tun wollen

 

Station 4: WIR  sind … (Seniorenheim Spielplatz Piratenschiff)

An diesem Ort steht eine Schatzkiste. Jedes Kind findet ein WIE Wort, dass das Miteinander beschreibt. Das erste Kind beginnt und sagt z. B. „Wir sind gemeinschaftlich.“ Das nächste Kind fügt an „Wir sind mutig“ und dabei nimmt es die Hand des ersten Kindes, bildet eine Kette u. s. w., bis die Kinder bei der Schatztruhe angekommen sind. Wer hat den Schlüssel zu unserem WORT*SCHATZ?

Den Schlüssel trägt jeder Mensch in sich selbst.

MEIN FAZIT:

Schon in der Bibel steht: „Im Anfang war das Wort“. Paul Watzlawick, ein bekannter Psychotherapeut, Kommunikationswissenschaftler und Autor sagte: „Man kann nicht nicht kommunizieren.“ Gleichzeitig ist Sprache der Schlüssel zu unserer Welt.

Kinder brauchen Vorbilder in unserer Welt. Wir Erwachsene sind ihre Vorbilder. Sie lernen von uns als ihre Vorbilder. Jedes Wort von uns wirkt. In jeder Situation.

Wenn wir das Lingva Eterna® Sprach- und Kommunikationskonzept anwenden – übrigens nicht nur bei Kindern –, dann kommunizieren wir lösungsorientiert, friedlich und wertschätzend . Dazu ist es notwendig, dass wir bewusst mit dem Wortschatz, dem Satzbau und der Grammatik umgehen. Gewandelte Formulierungen eröffnen uns einen neuen Blickwinkel und Lösungen. Sie erreichen eine starke Wirkung auf unser Sprechen, Handeln und auf unsere innere Einstellung.

Und auf spielerische Art und Weise vermittelt, so wie es Ina Willax in ihrem Ferienprogramm gelungen ist, entfaltet das Konzept aus meiner Sicht sein großes Potenzial.

Vernetzt mit: Sprache wirkt im Familienalltag, Ina Willax

KONTAKT

Ina Willax Seminare & Beratung, Dozentin für Lingva Eterna® Tel: 08462 90 50 60 Mobil: 0175 93 23 471 willkommen@inawillax.de

Jeder SPIELmoment zählt! Teile ihn mit uns!

HIER UND JETZT!

Hinweise

 

Mir ist es wichtig, dass das Persönlichkeitsrecht Einzelner nicht verletzt wird. Insofern sollten auf deinem Foto außer dir andere Menschen nur von weitem zu sehen sein.

Denn nach dem so genannten "Bildnisrecht" ist es zwar erlaubt, Personen als "Beiwerk" einer Landschaft oder einer sonstigen Örtlichkeit (also z. B. auch eines Spielplatzes) abzulichten.

Um das Persönlichkeitsrecht Einzelner nicht zu verletzen, ist es also wichtig, dass du nicht "gezielt" fremde Menschen (Großaufnahme) fotografierst. Menschen aus der Ferne sind okay, solange sie nicht zu erkennen sind. Ausführlich nachzulesen ist diese gesetzliche Regelung im deutschen Kunsturhebergesetz, hier vor allem §22 + §23 KUG.

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