Mein Weg

IMG_0350Zu meiner Person

Ich bin Nicola Hengst-Gohlke. Für Mitspieler/innen bin ich Nicola.

Außerdem bin ich neugierig, vielseitig interessiert und engagiert. Ich bin Mensch, Ehefrau, Mutter, Schwester, Tochter, Schwiegertochter, Freundin, Bekannte, Nachbarin, Bürgerin, Bürgerjournalistin, Teammitglied, Spielplatzpatin, Einzelkämpferin, Preisträgerin, Optimistin, Idealistin, Weltverbesserin, Ermöglicherin und und und….

Aber vor allem bin ich eins: Überzeugt davon, dass wir gerade die Zukunft unserer Kinder und damit die unserer Gesellschaft aufs Spiel setzen. Und dagegen möchte ich etwas unternehmen. Ich möchte, dass das Spielerische wieder vermehrt in unseren Alltag einzieht!

Meine Mission

Ja, in der Tat möchte ich etwas dagegen unternehmen, dass Kinder und wir Menschen immer mehr auf Leistung getrimmt werden. Und dass offenbar nur noch Leistung zählt. Ich möchte, dass Menschenkinder eine unbeschwerte Kindheit erleben. Und das mit einem Thema, welches mir sehr am Herzen liegt: Dem Spielen. Denn Spielen ist weitmehr mehr als Spielerei. Spielen ist ein menschliches Grundbedürfnis. Spielen verbindet, setzt Potenziale frei und bildet meiner Meinung nach ein gewaltiges Fundament für das gesamte Erwachsenenleben. Vorausgesetzt, die Erwachsenen lassen einen wirklich spielen!

Leider beobachte ich, dass das (freie) Spiel auf der Strecke bleibt: Denn wo bleiben Zeit und Raum für das Spielen, für Kreativität?

Ich möchte mit meinem gesundem Menschenverstand, mit meiner (Lebens-)Erfahrung und aus tiefster Überzeugung mit großer Leidenschaft und Beharrlichkeit dafür plädieren, dem Spiel wieder mehr Zeit und Raum zu widmen. Nicht nur in der Kindheit, sondern in allen Altersstufen und in allen Bereichen der Gesellschaft!

Gleichzeitig möchte ich Menschen, Organisationen, Unternehmen und Projekte sichtbar machen, die sich bereits auf den Weg gemacht haben, die ich in den vergangenen Jahren bereits kennenlernen durfte bzw. von denen ich gelesen oder gehört habe. Zudem möchte ich die Herausforderungen in ganz unterschiedlichen Bereichen aufzeigen und zu einer konstruktiven Diskussion anregen.

Mein unermesslicher Schatz

Als Wunschkind habe ich 1969 das Licht der Welt erblickt und konnte die Vor- und Nachteile eines Nesthäckchens erfahren. Denn zwischen meiner großen Schwester und mir liegen zwanzig Jahre. Mein großer Bruder ist vierzehn Jahre älter als ich. Letztlich bin ich aufgrund der Altersunterschiede zu meinen Geschwistern eher als Einzelkind im schöner Münchner Süden aufgewachsen. Meine Großmutter (Jg. 1897) lebte fast bis zu ihrem Tod bei uns mit im Haus. Meine Eltern sind Jahrgang 1920 und 1925. Sie hätten meine Großeltern sein können. Und ich verdanke ihnen sehr viel. Sie haben mir eine Kindheit mit sehr vielen Freiheiten ermöglicht!

Und so trage ich einen unermesslich großen Schatz in mir: Eine glückliche Kindheit. Ich durfte in meiner Kindheit einfach so frei spielen. Draußen. 

Im Garten. Auf der Straße. Im Wald. Es waren immer genügend Kinder da. Und auch Erwachsene, die uns halfen, wenn wir Hilfe brauchten. Aber ansonsten waren wir unter uns. Haben Streitigkeiten untereinander ausgetragen. Und ja, wir haben so manche Beule und Tränen mit nach Hause gebracht. Auch viele dreckige, zerschlissene Hosen, T-Shirts, Pullover. Aber vor allem sind wir abends todmüde und glücklich ins Bett gefallen.

Und heute? Wie ist Kindheit heute? Meist durchorganisiert, getaktet und vor allem, ständig sind besorgte Erwachsene um die Kinder herum. Wann haben die Kinder und Menschen überhaupt noch Frei- und Spielräume in unserer leistungsorientierten und immer mehr fremdbetreuten Gesellschaft?

Mein Appell

Lasst doch die Kinder mal in Ruhe spielen! Gebt ihnen und euch mehr Zeit und Räume zum Spielen!

Meine Potenzialentfaltung

Nach dem Abitur als Grundlage, habe ich zahlreiche Ausbildungen und Fortbildungen durchlaufen und in den verschiedensten Unternehmen, Bereichen, Branchen und Städten gearbeitet. Ich war in zahlreichen Projekten engagiert, habe Verantwortung übernommen, die Ärmel hoch gekrempelt und meine Chefs, Kolleg/innen und Teams nach Kräften unterstützt. Dabei ging und geht es mir immer noch um die Sache. Durch diese Vielseitigkeit habe ich unglaublich viel gesehen, gehört, gefühlt und gelernt. Bis heute profitiere ich von all‘ den so unterschiedlichen Erfahrungen.

Dabei habe ich auch das Unternehmerische in der freien Wirtschaft ausprobiert. Ich habe 2002 eine Personalberatung für Fach- und Führungskräfte mit begründet, die Firma 2005 erfolgreich zur ISO-Zertifizierung geführt und mich nebenbei als ehrenamtlicher Vorstand der Stiftung Wings of Hope Deutschland für traumatisierte Kinder und Jugendliche aus Krisengebiete engagiert. Dieses Ehrenamt prägte meinen weiteren persönlichen und beruflichen Werdegang in einer Art und Weise, die mir erst jetzt, viele Jahre später, so richtig bewusst wird. Denn dieses Engagement eröffnete mir einen neuen Weg.

Etwas musste sich ändern. Ich musste etwas ändern.  

2005 habe ich meine Unternehmensanteile verkauft, gekündigt, geheiratet und mich als „externe Ressource, Projektkoordinatorin, Impulsgeberin und mit gesundem Menschenverstand“ freiberuflich alleine selbständig gemacht. 2007 bin ich Mutter geworden und habe meine berufliche Karriere hinten angestellt. 2008 bin ich mit meiner Kleinfamilie von München in die Kreisstadt Mettmann (Nähe Düsseldorf) gezogen. Hier habe ich meine Leidenschaft für bürgerschaftliches Engagement, vor allem für Spielräume, entdeckt.

So habe ich im Sommer 2009 eine Elterninitiative gegründet, die sich mittlerweile zu einem stadtweiten und ausgezeichneten Netzwerk entwickelt hat: Die Spielplatzpaten für Mettmann.

Spielplatzpaten sind Einzelpersonen, Familien, Anwohnergemeinschaften, Vereine, Institutionen und Unternehmen, die sich ehrenamtlich um städtische Spielplätze „kümmern“. Sie geben Bescheid, wenn Spielgeräte defekt sind, sammeln schon mal Müll auf, veranstalten Spielfeste und verstehen sich als Mittler zwischen Anwohnern, Spielplatznutzer/innen, Verwaltung und Politik. Und sie setzen sich dafür ein, dass die Spielplatznutzer/innen selbst bei der Planung und Gestaltung mitbestimmen können.

Letztlich bin ich also seit 2009 vor allem kinderpolitisch unterwegs. Mein Engagement ist immer mehr geworden und zieht Kreise, auch außerhalb Mettmanns.  
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Am 30. Januar 2014 erhielten die Spielplatzpaten für Mettmann vom Landschaftsverband Rheinland das „LVR-Prädikat kinderfreundlich“ verliehen. Ich nahm den Preis stellvertretend zusammen mit meinem Sohn entgegen.

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Preisverleihung „LVR Prädikat kinderfreundlich“

1_WebstickerIm September 2014 war ich einer der regionalen Preisträger im Rahmen der dm-HelferHerzen-Initiative und erhielt ein Preisgeld von 1.000 EUR für meine ehrenamtliche Koordination der Spielplatzpaten. Und das genau an dem Tag, wo in München die Wies’n eröffnet wurde – da wollte ich in Hommage an meine Heimatstadt natürlich mein Dirndl anziehen ;o). Und mein Sohn war natürlich wieder mit dabei.

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Preisverleihung dm-Helfer Herzen Initiative

Just in dem Moment der Scheckübergabe war mir klar, dass ich das Geld dazu hernehmen würde, meine Erfahrungen und mein Engagement für das Thema „Spiel“ als Inspiration für andere noch sichtbarer zu machen als bisher. Die Idee zu einem Blog entstand. Und das Startkapital dafür sollte genau dieses Preisgeld sein.

Ich ahnte zu diesem Zeitpunkt nicht, was diese 1.000 Euro innerlich alles in Gang setzen würden. Denn durch die Auszeichnung und durch den Preis war ich auf Götz W. Werner’s Autobiographie „Womit ich nie gerechnet habe“ neugierig geworden. Ich wollte wissen, was das für ein Mann ist, dieser Gründer des Drogerieunternehmens dm, dem ich diese 1.000 Euro zu verdanken hatte. Er wird beschrieben als Pionier moderner Managementmethoden, als Vorkämpfer für das bedingungslose Grundeinkommen und Querdenker in Sachen Unternehmensethik. Und in der Tat, die Lektüre dieses Buches war erhellend!

Es folgte ein erster Entwurf für eine Webseite, die von Stefan Neumann von Smartini mit unglaublichem Engagement umgesetzt wurde. Stefan hat bereits mehrere Webseiten für mich entworfen. Er kennt mich mit meinen Ideen und versteht es, diese in eine Webstruktur umzusetzen. Dem schloss sich ein Telefoncoaching mit der Freiraumfrau, Angelika Bungert-Stüttgen, welches das Ziel hatte, all das, was ich für die SPIELKAMPAGNE in mir trug und trage, einmal zu visualisieren. Eine s. g. „Reaktivzeichnung“ ist der Ergebnis. Das brachte noch mehr in Gang.

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Ende 2014 habe ich dann schweren Herzens meine Freiberuflichkeit an den Nagel gehängt. Das Engagement für das Thema „Spielraum“ ist einfach so groß geworden, dass sich das Finanzamt gemeldet hat und meine Freiberuflichkeit als „Spielerei“ bezeichnete. Entweder sollte ich einen Businessplan erstellen oder aber meine Freiberuflichkeit aufgeben und rückwirkend Steuern nachzahlen. Da ich zu diesem Zeitpunkt (und bis heute) keinen Businessplan für die SPIELKAMPAGNE aufstellen konnte und kann, entschied ich mich, die Steuern nachzuzahlen. Gleichzeitig war ich sauer auf mich und meinen Steuerberater. Wie konnte es nur soweit kommen?

Seitdem ermöglicht mir mein Mann ein „Bedingungsloses Grundeinkommen“ und so kann ich bis heute an der Idee und Umsetzung zur SPIELKAMPAGNE feilen.

Am 18. September 2015 erhielt ich am Ehrenamtstag der Stadt Mettmann die Ehrenurkunde und das Ehrenzeichen für mein jahrelanges Engagement für das Gemeinwohl, also Spielplätze und Kinder, vom damaligen amtierenden Bürgermeister überreicht. Meine liebe Kollegin und Wegbegleiterin Yvonne Prinz (links) hatte mich für diese Anerkennung vorgeschlagen.

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Yvonne Prinz, Bürgermeister Bernd Günther und ich am Ehrenamtsag 2015 in Mettmann

Seit März 2016 bin ich zertifizierte Moderatorin für Kinder- und Jugendbeteiligung.

Am 9. September 2016 war ich zusammen mit meinem Mann und Sohn im Schloss Bellevue in Berlin. Mit dem Bürgerfest würdigt der Bundespräsident das ehrenamtliche Engagement. Das Deutsche Kinderhilfswerk hatte mich im Vorfeld für mein Engagement vorgeschlagen.

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Einladung zum Bürgerfest des Bundespräsidenten

Und aktuell?

Zum 1. Oktober 2016 habe ich meine Freiberuflichkeit wieder aufgenommen.

Am 13. März 2017 erscheint das Buch „Das sind deine Rechte!“ von der wundervollen Kinder- und Jugendbuchautorin Anke M. Leitzgen im Beltz-Gelberg Verlag. Ich freue mich wirklich sehr, der Autorin bei diesem Buchprojekt beratend zur Seite zu stehen und nach Erscheinen des Buches spielerische Workshops in Schulen und Kommunen zu geben. 

Scannerpersönlichkeit und lebenslanges Lernen

Mich nur mit einer Sache zu beschäftigen, ist nicht mein Ding. Zusammenhänge zu erkennen und herzustellen, wo viele sie nicht sehen, finde ich sehr spannend. Einem normalen Bürojob nachzugehen, ist nichts für mich. Ich möchte in dem, was ich tue, frei sein. Mir macht es große Freude, mich mit Menschen auszutauschen, Ideen zu generieren und Projekte zu gründen.

Außerdem habe ich eine große und ehrliche Kraft, eingefahrene Systeme zu hinterfragen und starre Strukturen aufzubrechen.

Es gefällt mir nicht, dass wir Menschen oftmals den Systemen und Strukturen dienen müssen und nicht umgekehrt.
Und dann lohnt es sich, einmal näher hinzusehen und dies zu hinterfragen. Denn alles, was wir Menschen jemals geschaffen haben, können wir Menschen auch verbessern und verändern.

Und schließlich: Ich lerne jeden Tag dazu. Und am meisten von meinem heranwachsenden Sohn. Aber auch von denjenigen, die ich am wenigsten verstehe und die mir und meinen Vorhaben nicht so wohlgesonnen sind.

Mittlerweile werde ich oft um Rat gefragt. Mir gefällt es sehr, Menschen zu ermutigen und inspirieren, ihnen meine Erfahrung weiterzugeben und Plattformen für einen Austausch auf Augenhöhe zu ermöglichen. Dies tue ich auch als Vortragsrednerin und Moderatorin.

Anlässlich des 90. und 95. Geburtstages meiner Eltern im Jahr 2015, habe ich 2015 die SPIELKAMPAGNE in die Online-Welt gebracht und widme sie meinen Eltern. 

Lass‘ dich inspirieren und spiel‘ mit!

Das ist MEIN Weg. Wo genau er hinführt, weiss ich noch nicht. Aber ich gehe ihn weiter, beharrlich, mit viel Engagement und Herzblut. Und im Sinne der Sache. Für unsere Kinder. Für unsere Gesellschaft.

In jedem Fall freue ich mich darauf, gemeinschaftlich mit dir und anderen die Welt spielerisch zu verändern!

Spielst du mit?

Wenn du magst, schreibe mir gerne: kontakt@spielkampagne.de

Ich freu‘ mich von dir zu lesen!

Deine Nicola

Szene-Karte

Viele haben sich schon auf den Weg gemacht. Und das soll durch die Sammlung mit Abbildung auf der Karte deutlich werden. Sie dient als Inspiration, zur Kontaktaufnahme aber auch als Würdigung für das Engagement für Spielraum und -zeit.

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SPIELmomente

Hier erscheinen Eure persönlichen SPIELmomente, Gedanken und Geschichten. Sie dienen als Inspiration und sollen das Bewusstsein für SPIELEN als ein wichtiges menschliches Grundbedürfnis in jedem Alter schärfen.

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Interviews

Hier kommen engagierte Akteure und Mitspieler/innen zu Wort. Ihre Berichte und Erfahrungen zeigen Herausforderungen auf und sollen gleichzeitig ermutigen, sich für das Thema einzusetzen. Spielplatz ist überall!

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Unterstützung

Es gibt viele Möglichkeiten, sich für das Thema "Spielen" einzusetzen. Hier stellen die Akteure und ich Projekte vor, die Unterstützung benötigen.

Spiel mit!

Schreibe mir deine Ideen und Vorschläge: Was genau kann man tun, damit das Bewusstsein für die Bedeutung des Spielens wieder mehr in den Vordergrund gerät? Kennst du einen Akteur, der sich für das Thema engagiert und noch nicht auf der Szene-Karte erscheint?

Kontakt aufnehmen

Jeder SPIELmoment zählt! Teile ihn mit uns!

HIER UND JETZT!

Hinweise

 

Mir ist es wichtig, dass das Persönlichkeitsrecht Einzelner nicht verletzt wird. Insofern sollten auf deinem Foto außer dir andere Menschen nur von weitem zu sehen sein.

Denn nach dem so genannten "Bildnisrecht" ist es zwar erlaubt, Personen als "Beiwerk" einer Landschaft oder einer sonstigen Örtlichkeit (also z. B. auch eines Spielplatzes) abzulichten.

Um das Persönlichkeitsrecht Einzelner nicht zu verletzen, ist es also wichtig, dass du nicht "gezielt" fremde Menschen (Großaufnahme) fotografierst. Menschen aus der Ferne sind okay, solange sie nicht zu erkennen sind. Ausführlich nachzulesen ist diese gesetzliche Regelung im deutschen Kunsturhebergesetz, hier vor allem §22 + §23 KUG.

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